Wir sind Kolleg:innen, die sich gewerkschaftlich organisieren und betrieblich engagieren â fĂŒr gute Arbeit, faire Arbeitsbedingungen und echte Mitbestimmung. Wir glauben: Nur wenn wir gemeinsam aktiv sind, können wir unser Arbeitsumfeld so gestalten, dass es fĂŒr uns alle gut passt.
Skepsis? Das ist noch freundlich formuliert.
Aus verschiedenen Quellen verdichten sich die Hinweise, dass die PlĂ€ne zur Abspaltung von Transformation of Industry (TI) im Aufsichtsrat offenbar keineswegs auf ungeteilte Zustimmung stoĂen. Das ĂŒberrascht uns nicht.
Uns irritiert allerdings die BegrĂŒndung, mit der eine solche Abspaltung intern offenbar beworben wird: Ausgerechnet die Entstehung von Siemens Energy soll als Beispiel fĂŒr eine âgelungene Abspaltungâ dienen.
Ernsthaft?
Nach der Abspaltung folgten Jahre mit massiven Problemen. Milliardenbelastungen, die Gamesa-Krise, staatliche Garantien und ein dramatischer Vertrauensverlust an den KapitalmÀrkten prÀgten das Unternehmen.
Dass Siemens Energy heute wirtschaftlich deutlich besser dasteht, ist vor allem einer auĂergewöhnlich starken Marktnachfrage â insbesondere im GasturbinengeschĂ€ft â zu verdanken. Dies allein als Beleg fĂŒr die Richtigkeit frĂŒherer strategischer Entscheidungen zu werten, halten wir fĂŒr eine sehr gewagte Interpretation.
Noch erstaunlicher finden wir eine andere Frage:
Wie kann ausgerechnet der GeschĂ€ftsbereich TI heute plötzlich ânicht mehr zum Portfolio passenâ, obwohl dieselbe UnternehmensfĂŒhrung vor wenigen Jahren gemeinsam mit der IG Metall in der Zukunftsvereinbarung das genaue Gegenteil beschrieben hat? Damals wurde TI ausdrĂŒcklich als wesentlicher Bestandteil der Zukunft von Siemens Energy dargestellt.
Was hat sich seitdem grundlegend geÀndert?
Diese Antwort bleiben Vorstand und Aufsichtsrat den BeschÀftigten bislang schuldig.
FĂŒr uns bleibt deshalb klar:
Transformation of Industry ist kein Ballast. TI ist ein technologischer Kernbereich, der weltweit fĂŒr Dekarbonisierung, Elektrifizierung und industrielle Transformation steht â genau fĂŒr die Themen also, mit denen Siemens Energy seine Zukunft sichern will.
Gerade deshalb werden wir eine Abspaltung nicht widerspruchslos hinnehmen.
Wir erwarten Transparenz statt Schlagworte, nachvollziehbare Strategien statt wechselnder BegrĂŒndungen und einen offenen Dialog mit den BeschĂ€ftigten.
Denn ĂŒber die Zukunft tausender Kolleginnen und Kollegen darf nicht mit PrĂ€sentationsfolien entschieden werden.
Gemeinsam AKTIV! wird diese Entwicklung weiterhin kritisch begleiten â und unseren Widerstand deutlich zum Ausdruck bringen.